Fine – Erschütterung ist gut für Dich

Wann bist Du das letzte Mal ohne Ziel vor die Tür gegangen? Wann hast Du ohne Smartphone in einem Warteraum gesessen? Wann hast Du Dich das letzte Mal zuhause auf einen Stuhl gesetzt, das Licht ausgemacht, und einfach nur Deinem Atem und den Geräuschen um Dich herum gelauscht?

Bestimmt ist das länger her. Vielleicht hast Du das alles noch nie getan. Du bist kein Zeitverschwender. Das portable Internet gibt Dir die Möglichkeit, immer und überall produktiv zu sein. Doch Du verlierst vor lauter Vernetzung den Kontakt zu Deiner wahren Welt – und Dir selbst.

Denn wir verpassen die wenigen Momente, die uns ganz zu uns selbst führen, uns von uns selbst befreien oder mit den Dingen verschmelzen lassen.

Wonne, die sich einfach so einstellt. Langeweile, die uns mit dem Nichts konfrontiert. Sorge, die uns vor lebenswichtige Entscheidungen stellt. Angst, die nach dem Kern in uns greift. Diese Momente sind selten, manchmal hart, oft erschütternd. Doch sie erfüllen uns mit Leben und erlauben uns, das eigentliche Sein zu spüren.

Wenn Du ehrlich zu Dir selber bist, versuchst Du genau das tagtäglich zu vermeiden. Du bist zu einem Erlebnisvermeider geworden. Gerade, wenn Du permanent busy und weltweit auf Achse bist – aber immer verplant und gegen echte Erlebnisse abgesichert. Ein Fehler. Pobier es aus.

Mehr dazu ist nachzulesen bei den Philosophen Blaise Pascal, Martin Heidegger und anderen.